Ein Parkplatz wirkt auf den ersten Blick wie eine einfache Winterdienstfläche: große Fläche, Schnee räumen, fertig. In der Praxis gehören Parkplätze jedoch zu den Bereichen, bei denen eine gute Vorbereitung besonders viel ausmacht.
Parkende Fahrzeuge, Bordsteine, Verkehrsinseln, Fahrspuren, Ein- und Ausfahrten sowie die Ablage des geräumten Schnees müssen zusammen berücksichtigt werden. Die Schneeräumung auf einem Parkplatz in Hamburg sollte deshalb nicht erst dann geplant werden, wenn bereits mehrere Zentimeter Schnee liegen.
Warum Parkplätze anders geräumt werden als Gehwege
Auf einem Gehweg bewegt sich hauptsächlich Fußverkehr. Auf einem Parkplatz treffen Fahrzeuge und Fußgänger aufeinander. Gleichzeitig verändert sich die nutzbare Fläche im Tagesverlauf.
Ein Parkplatz kann am frühen Morgen fast leer sein und kurze Zeit später vollständig belegt. Die Schneeräumung wird dann deutlich schwieriger.
Wann sollte ein Parkplatz geräumt werden?
Die praktische Einsatzplanung sollte sich an der Nutzung der Fläche orientieren. Ein Mitarbeiterparkplatz wird häufig vor Betriebsbeginn gefüllt. Ein Kundenparkplatz kann dagegen erst zu den Öffnungszeiten stärker belegt werden.
Unser Ratgeber Winterdienst vor Betriebsbeginn geht auf diese Zeitplanung genauer ein.
Was passiert mit parkenden Fahrzeugen?
Stehen Fahrzeuge bereits auf der Fläche, können die darunterliegenden und direkt angrenzenden Bereiche nicht vollständig geräumt werden. Auch zwischen eng abgestellten Autos ist maschinelle Arbeit nur eingeschränkt möglich.
Bei stark genutzten Parkplätzen hilft deshalb eine abgestimmte Organisation.
Fahrspuren und Einfahrten priorisieren
Bei großen Parkplätzen muss nicht jede Teilfläche dieselbe Priorität haben. Besonders wichtig sind häufig die Hauptfahrspuren, Ein- und Ausfahrten sowie die Wege vom Parkplatz zum Gebäude.
Parkplatz und Fußwege sollten deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Wo kann geräumter Schnee gelagert werden?
Schnee verschwindet beim Räumen nicht. Bei mehreren Schneefällen können sich große Haufen bilden, die Stellplätze, Sichtbereiche oder Zufahrten blockieren.
Für größere Parkflächen sollte vorab festgelegt werden, wo Schnee gesammelt werden kann. Auch der spätere Tauprozess sollte mitgedacht werden.
Maschinelle Schneeräumung auf Parkplätzen
Größere, freie Parkflächen eignen sich häufig für den Einsatz von Maschinen. Ob maschinelle Räumung tatsächlich möglich ist, hängt jedoch vom Aufbau des Parkplatzes ab.
Bei vielen Objekten wird deshalb maschinelle Räumung auf der Hauptfläche mit Handarbeit an Eingängen, Treppen oder kleinen Zwischenbereichen kombiniert.
Schneeräumung bei Kundenparkplätzen
Kundenparkplätze sollten nicht nur für Fahrzeuge betrachtet werden. Der Weg vom Stellplatz zum Eingang gehört zur Nutzung der Fläche dazu.
Besonders bei Einzelhandel, Praxen oder Bürogebäuden sollte klar sein, welche Fußwege innerhalb des Parkplatzes berücksichtigt werden.
Mitarbeiterparkplätze vor Schichtbeginn
Mitarbeiterparkplätze haben häufig feste Spitzenzeiten. Wenn eine Schicht früh beginnt, füllt sich die Fläche innerhalb kurzer Zeit.
Eine Räumung vor dieser Belegung ist deutlich einfacher als ein späterer Einsatz zwischen vielen Fahrzeugen.
Streudienst auf Parkplätzen
Auch nach dem Räumen kann Glätte auf der Fläche bestehen bleiben. Welche Streumittel geeignet sind, hängt von der konkreten Fläche und den geltenden Vorgaben ab.
Die Unterschiede erklären wir im Ratgeber Streumittel im Winterdienst.
Parkplatz, Zufahrt und Eingang als Einheit betrachten
Ein Parkplatz ist selten eine isolierte Fläche. Fahrzeuge müssen zunächst die Zufahrt passieren und anschließend bewegen sich Menschen zu Fuß zum Gebäude.
Im Hauptartikel Winterdienst für Gewerbe in Hamburg erklären wir, wie Parkplätze, Zufahrten und Betriebsflächen gemeinsam geplant werden.
Was kostet Winterdienst für einen Parkplatz?
Die Quadratmeterzahl ist ein wichtiger Faktor, reicht für eine konkrete Kalkulation aber nicht aus. Fahrzeugbelegung, Hindernisse, Einfahrten, mögliche Maschinentechnik und gewünschter Leistungsumfang beeinflussen den Aufwand.
Mehr zu Preisfaktoren finden Sie im Ratgeber Winterdienst Kosten in Hamburg.
Welche Informationen helfen bei einer Parkplatz-Anfrage?
- ungefähre Parkplatzgröße
- Kunden-, Mitarbeiter- oder Wohnparkplatz
- typische Belegungszeiten
- Anzahl und Breite der Einfahrten
- besondere Hindernisse oder Verkehrsinseln
- gewünschte zusätzliche Fußwege oder Eingänge
Parkplatz-Winterdienst in Hamburg anfragen
Four Season Services übernimmt Winterdienst in Hamburg für unterschiedliche private und gewerbliche Flächen. Je nach Objekt können Parkplätze, Zufahrten, Eingänge und weitere vereinbarte Bereiche berücksichtigt werden.
Wie unterscheiden sich Kunden- und Mitarbeiterparkplätze?
Kundenparkplätze werden häufig zu den Öffnungszeiten stärker genutzt. Mitarbeiterparkplätze füllen sich dagegen meist in einem kurzen Zeitfenster vor Arbeits- oder Schichtbeginn.
Diese Unterschiede beeinflussen die beste Zeit für die Schneeräumung. Bei einem Mitarbeiterparkplatz ist ein Einsatz vor der Ankunft der Belegschaft besonders sinnvoll. Bei Kundenparkplätzen kann die Planung stärker an den Öffnungszeiten ausgerichtet werden.
Bei Standorten mit beiden Flächen sollten sie getrennt beschrieben werden.
Was ist bei Parkhäusern oder Tiefgaragenzufahrten anders?
Eine Tiefgaragenzufahrt ist keine normale offene Parkplatzfläche. Rampen können Gefälle aufweisen und bei Nässe oder Eis besonders empfindlich sein.
Auch Durchfahrtshöhen und enge Kurven können die Wahl der Technik einschränken. Solche Bereiche sollten deshalb bei der Objektaufnahme separat genannt werden.
Bei einer reinen Tiefgarage ist die Schneeräumung im Innenbereich meist kein Thema, wohl aber die Zufahrt und der Übergang zum Außenbereich.
Warum Schmelzwasser bei Parkplätzen wichtig ist
Nach dem Räumen beginnt der Schnee zu tauen. Das Wasser sucht sich seinen Weg über die Fläche und kann sich in Senken oder an Abläufen sammeln.
Sinken die Temperaturen später wieder, entstehen dort schnell neue glatte Stellen. Bei großen Parkflächen lohnt es sich deshalb, bekannte Problemstellen zu berücksichtigen.
Auch Schneeablagebereiche sollten so gewählt sein, dass Schmelzwasser nicht direkt in stark genutzte Fußwege läuft.
Wie werden Fußwege über einen Parkplatz eingeplant?
Viele Parkplätze haben keine klar markierten Gehwege. Trotzdem bewegen sich Kunden oder Mitarbeiter vom Fahrzeug zum Gebäude.
Für den Winterdienst sollte deshalb überlegt werden, welche Verbindung zum Eingang besonders häufig genutzt wird. Bei größeren Flächen kann ein definierter Laufweg sinnvoller sein als der Versuch, jeden Zwischenbereich gleich zu behandeln.
Diese Wege können im Auftrag separat beschrieben werden.
Was sollte bei wiederkehrendem Schneefall geprüft werden?
Nach mehreren Einsätzen verändern sich die Bedingungen auf einem Parkplatz. Schneehaufen werden größer, Stellflächen kleiner und neue Hindernisse können entstehen.
Deshalb sollte bei längeren Winterphasen regelmäßig geprüft werden, ob die ursprünglichen Schneeablagebereiche noch ausreichen und ob wichtige Sichtachsen frei bleiben.
Eine gute Winterdienstplanung wird bei Bedarf an die tatsächliche Wetterlage angepasst.
Häufige Fragen zur Schneeräumung auf Parkplätzen
Kann ein Parkplatz geräumt werden, wenn Fahrzeuge darauf stehen?
Teilweise ja. Bereiche unter und unmittelbar zwischen parkenden Fahrzeugen bleiben jedoch eingeschränkt zugänglich.
Wann ist die beste Zeit für die Räumung eines Firmenparkplatzes?
Praktisch ist eine Räumung meist einfacher, bevor die Fläche stark belegt ist.
Wo wird der Schnee auf einem Parkplatz abgelegt?
Bei größeren Flächen sollte vorab ein geeigneter Bereich festgelegt werden, der Einfahrten und wichtige Stellplätze nicht blockiert.
Kann ein Parkplatz maschinell geräumt werden?
Größere freie Flächen häufig ja. Hindernisse und parkende Fahrzeuge beeinflussen jedoch die Technik.